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Normativ-rechtliche Akte zur Arbeit

Das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wird in erster Linie vom Arbeitskodex der Russischen Föderation geregelt (im Weiteren: Arbeitskodex).

Neben dem Arbeitskodex werden die Arbeitsbeziehungen auch von weiteren Rechtsakten der Russischen Föderation geregelt, die Normen des Arbeitsrechts beinhalten (einschließlich lokaler Rechtsakte, die vom Arbeitgeber verabschiedet wurden), von einem Kollektivvertrag (wenn ein solcher abgeschlossen wurde) und direkt von Arbeitsverträgen.

Die beschäftigten Arbeitnehmer verfügen über Rechte und Privilegien, die in der russischen Arbeitsgesetzgebung festgelegt sind. Die russische Arbeitsgesetzgebung legt ebenfalls die Arten von Arbeitsverträgen und die Bedingungen für ihren Abschluss, ihre Änderung und ihre Auflösung fest. Der Arbeitskodex enthält einen wichtigen Paragraphen, gemäß dem Arbeitsverträge keine Bedingungen enthalten können, die die Stellung der Arbeitnehmer im Vergleich zu den Inhalten der Arbeitsgesetzgebung verschlechtern.

Soziale Partnerschaft

Der Begriff der „sozialen Partnerschaft“ wird im Arbeitskodex als System von Beziehungen zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern, staatlichen Behörden und lokalen Selbstverwaltungsorganen definiert, das darauf ausgerichtet ist, die Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Bereich von Beschäftigungsverhältnissen zu regeln und abzustimmen, zum Beispiel:

  • Verhandlungen zur Vorbereitung von Kollektivverträgen;
  • gegenseitige Konsultation zu Fragen des Beschäftigungsverhältnisses;
  • Beteiligung der Arbeitnehmer an der Leitung des Unternehmens;
  • Teilnahme der beiden Partnerparteien an außergerichtlichen Schlichtungsverfahren.

Kollektivvertrag

Ein Kollektivvertrag wird zwischen einem Arbeitgeber und den Arbeitnehmern abgeschlossen. Das Gesetz verlangt nicht zwingend den Abschluss eines Kollektivvertrags, wenn dies nicht eine zwingende Bedingung einer der beiden Parteien darstellt. Als Vertreter der Arbeitnehmer beim Abschließen eines Kollektivvertrags treten in der Regel Gewerkschaften auf. Der Arbeitgeber wird durch den Geschäftsführer oder seine/n (ihre/n) bevollmächtigte/n Vertreter vertreten.

Das Gesetz erlaubt es den Parteien, den Inhalt des Kollektivvertrags selbständig zu bestimmen, er kann jedoch keine Bedingungen festlegen, die im Vergleich zum den im Arbeitskodex festgelegten weniger günstig sind. Der Kollektivvertrag muss bei der entsprechenden Arbeitsbehörde registriert werden.

Rolle der Gewerkschaften

Nach dem Arbeitskodex trifft der Arbeitgeber Entscheidungen zu bestimmten Fragen unter Berücksichtigung der Meinung der entsprechenden Anlaufstelle(n) der Gewerkschaft (wenn im Unternehmen eine solche Anlaufstelle vorhanden ist/sind). Gewerkschaften werden in Russland in der Regel auf Ebene des Unternehmens und nicht der Branche gebildet.

 
 

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